Parkett-ABC “F” wie Fertigparkett

2018-04-09T11:47:27+00:0017. März 2018|

Erst mal ein Grundbegriff: Der Stab.

Mal vorausgeschickt: Ein „Parkettbrett“ nennt sich Stab. Dank industrieller Fertigung sind diese Stäbe sehr passgenau und frei von Oberflächenfehlern. Das war nicht immer so. Holz, das früher per Hand verarbeitet wurde, war deutlich ungleichmässiger.

Aufbau eines Parkettstabs.

Der Fertigparkettstab besteht in der Regel aus mehreren Schichten. Die Nutzschicht aus dem gewählten Edelholz z.B. Eiche, oft 2-4mm dick + Zwischenlage aus preiswerterem Nadelholz oder Multiplex aufgebracht + eine dünne Holzschicht, genannt Gegenzug, die das Schüsseln des Brettes verhindern soll. Also dass sich die Kanten nach oben biegen.

Die Dicke der Nutzschicht ist entscheidend dafür, wie oft das Parkett abgeschliffen werden kann. Ein abgenutzter oder verkratzter Parkettboden kann durch Abschleifen und anschließende Neulackierung oder Ölung restauriert werden. Bei diesen Mehrschichtparkettböden ist das wegen der geringen Dicke der Nutzschicht jedoch nur ein oder zweimal möglich, da dann die oberste Holzschicht „durchgeschliffen“ ist und der Untergrund sichtbar wird. Ganz klar ein Nachteil von Fertigparkett. Aber vorsicht: Auch Massivholzstäbe kann man nicht beliebig oft abschleifen, da ja irgendwann das Nut- und Federsystem zu Tage tritt. 

Auf die Höhe kommts an.

Die Aufbauhöhe eines Parketts wählt man nach Ihren persönlichen Gegebenheiten vor Ort aus. Wer will schon Stolperkanten zwischen Teppich und Parkett? Die gängigsten Aufbauhöhen variieren zwischen 10mm und 14mm.

Gelegt und was dann?

Fertigparkett ist bei Auslieferung in jedem Fall vorgeschliffen. Die etwas staubigen Schleifarbeiten in Ihrem Wohnzimmer entfallen Gott sei Dank. Die Stäbe sind dann entweder schon versiegelt oder geölt, müssen nur verlegt werden und fertig. Alternativ ist das Holz noch roh (also weder versiegelt noch geölt) dann muss die Ersteinpflege vor Ort erfolgen.

Verlegen ganz einfach

Die einzelnen Bretter haben Nut an der einen und Feder an der anderen Seite. Nut und Feder steckt man ineinander und fertig. Vorher natürlich zu klären wäre, ob der Boden vollflächig verklebt oder schwimmend verlegt werden soll. Mehr Infos dazu in “V” wie Verlegen. Eine etwas andere Variante des Zusammensteckens liefert das Click-Parkett. Nut und Feder sind etwas anders ausgebildet. Das erklärt vielleicht am besten das Foto.

Wir sind gerne für Sie da wenn Sie weitere Fragen haben.